Über PAE-e-green
Gemeinsam nachhaltige Elektromobilität gestalten
Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch – und nachhaltig.
Das Projekt PAE-e-green stellt sich der Herausforderung, die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität in der Großregion zu dekarbonisieren. Unsere Mission: den CO₂-Fußabdruck der Automobilindustrie deutlich zu reduzieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen.
Unser Ziel
PAE-e-green will zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette Elektromobilität in der Großregion beitragen und zugleich neue, nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Akteure schaffen – Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen –, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft voranbringen.
Die Automobilindustrie der Großregion ist stark vom Verbrennungsmotor geprägt. Der Wandel zur Elektromobilität verändert ihr ganzes Ökosystem und erreicht immer mehr kleine und mittlere Unternehmen. Wir sehen darin eine Chance: Wer Kreislaufwirtschaft, Effizienz und die Forschung der Nachbarregionen nutzt, sichert Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.
- 5geförderte Partner in Frankreich, Deutschland und Belgien
- 10strategische Partner, auch in Luxemburg
- rund 2,7 Mio. €Gesamtbudget, davon 60 % aus EU-Mitteln
- 60 Monate1. Juli 2023 bis 30. Juni 2028
Was wir tun
Fünf Arbeitsschwerpunkte
Die Wertschöpfungskette kartieren
Eine Übersicht aller Akteure der Elektromobilität in der Großregion – Unternehmen, Dienstleister, Forschung – über alle Glieder der Kette. So etwas gab es bisher nicht.
Den CO₂-Fußabdruck bewerten
Ein Werkzeug, mit dem auch kleinere Zulieferer den CO₂-Fußabdruck ihrer Produkte und Prozesse verständlich und ohne großen Aufwand ermitteln – mit besonderem Blick auf das Batterie-Ökosystem.
Demonstratoren bauen
Fünf Demonstratoren, entwickelt mit Testunternehmen aus den Teilregionen und federführend am Umwelt-Campus Birkenfeld: CO₂-Bilanz-Werkzeug, EcoDesign, Sektorkopplung, mobiler Messkoffer und Kunststoffrecycling.
Zu den Demonstratoren →Den Lebenszyklus optimieren
Wer in der Großregion kann Recycling, Ökodesign, Remanufacturing und Reparatur? Thematische Webinare, ein Leitfaden für den Einkauf CO₂-ärmerer Komponenten und gute Praxis der Hersteller bei Reparatur und Wiederaufbereitung.
Ein Netzwerk knüpfen
Tech-Site-Visits in jeder Region, B2B-Treffen, die PAE-e-green Days – und als Nächstes Veranstaltungen zu Elektro-Lkw und Ladeinfrastruktur auf grenzüberschreitenden Routen sowie Workshops zu digitalen Produktpässen nach dem Vorbild des Batteriepasses.
Zu den Veranstaltungen →Für wen
Wer profitiert
- Kleine und mittlere Unternehmen der Automobilbranche in der Großregion und im angrenzenden Grand Est, besonders die Mitglieder der Automobilcluster
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deren Kompetenzen in Dekarbonisierung, Reparatur und Wiederaufbereitung bisher kaum grenzüberschreitend genutzt werden
- Automobilcluster der Großregion
- Beschäftigte der Automobilbranche
Innovation, die man sehen kann
Unsere Demonstratoren
Wie sieht eine klimafreundliche Wertschöpfungskette in der Praxis aus? Unsere Demonstrationsprojekte liefern die Antwort. Sie zeigen, wie Dekarbonisierungsstrategien umgesetzt werden können – von der Produktion und den Lieferketten über die Ladeinfrastruktur bis hin zum Recycling und zu Lösungen für das Ende der Lebensdauer von Elektrofahrzeugen.
Diese Demonstrationsprojekte sind mehr als nur Modelle: Sie inspirieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen dazu, die Zukunft aktiv mitzugestalten.
CO₂-Bilanz-Werkzeug
Software, die den CO₂-Fußabdruck von Prozessen Schritt für Schritt berechnet und zwei Varianten gegenüberstellt – samt Kostenersparnis. Vorlagen gibt es bereits für Schweißen, Trocknen und Montage.
One-Pager (PDF, deutsch/französisch, 0,9 MB) →EcoDesign
Ein Anschauungsmodell für nachhaltige Produktgestaltung mit sechs Strategien – und als Praxisbeispiel eine Linearführung, die geschraubt statt verpresst ist und sich deshalb reparieren lässt.
One-Pager (PDF, deutsch/französisch, 150 KB) →Sektorkopplung
Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Produktion zusammen denken: Energie- und Ressourcenflüsse erfassen, Lastspitzen senken und schwankenden Ökostrom dann nutzen, wenn er da ist.
Mobiler Messkoffer
Wird neben eine Maschine gestellt und misst Strom, Spannung, Druckluft und Prozessgase. Lastgänge zeigen Leckagen, Lastspitzen und unnötige Dauerlasten.
One-Pager (PDF, deutsch/französisch, 390 KB) →Kunststoffrecycling
Ein Extruder und ein Anschauungsmodell zeigen, wie Produktionsabfälle gesammelt, sortiert, zerkleinert und als Granulat wieder eingesetzt werden.
One-Pager (PDF, deutsch/französisch, 170 KB) →
Unsere Partner
Ein starkes Netzwerk
PAE-e-green baut auf dem Netzwerk des Interreg-Projekts PAE (2018–2022) auf. Dessen Forum „Tomorrow in Motion“ hatte über 250 Teilnehmende.
| Geförderter Partner | Land | Rolle |
|---|---|---|
| Chambre de Commerce et d’Industrie Grand Est | FR | Federführung und Kommunikation |
| Pôle Véhicule du Futur | FR | Automobilcluster, Einbindung der Unternehmen in Frankreich |
| Hochschule Trier – Umwelt-Campus Birkenfeld | DE | Koordination in Deutschland, Demonstratoren |
| Université de Liège | BE | Lebenszyklus: Recycling, Ökodesign, Reparatur; Ansprechpartner in Wallonien |
| htw saar | DE | Elektro-Lkw und Ladeinfrastruktur im grenzüberschreitenden Verkehr |
Strategische Partner: Commercial Vehicle Cluster (CVC Südwest), Luxinnovation, Université de Strasbourg (Labor ICube), Université de Haute-Alsace, Université de Lorraine (CRAN), saaris – Saarland Innovation & Standort, GeTS – Gesellschaft für Transformationsmanagement Saar, Autoregion e.V., Fahrzeug-Initiative Rheinland-Pfalz und das Institut für Produktions- und Logistiksysteme Prof. Schmidt.
Ihr Ansprechpartner vor Ort: in Frankreich die CCI Grand Est und der Pôle Véhicule du Futur, in Deutschland der Umwelt-Campus Birkenfeld und die htw saar – im Saarland zusammen mit saaris, GeTS und Autoregion, in Rheinland-Pfalz mit dem CVC Südwest –, in Luxemburg Luxinnovation und in Wallonien die Université de Liège.
Ihr Termin bei uns
Sie sind ein Automobilunternehmen in der Großregion?
Dann sprechen Sie mit uns über Ihre Themen. Buchen Sie einen Termin – bei Ihnen vor Ort oder per Videokonferenz.
- CO₂-Messung
- Ökobilanz (LCA)
- Re-X-Strategien
- Re-X-Methoden
- Digitaler Produktpass (DPP)
- Lkw und Logistik
- Ökodesign
Re-X: Wiederverwenden, Reparieren, Wiederaufbereiten, Recyceln. DPP: digitaler Produktpass, der Daten zu Material, Herkunft und CO₂ eines Produkts bündelt.
So läuft die Erstberatung
- Kostenlos für Unternehmen aus der Großregion
- Zwei Stunden bei Ihnen vor Ort oder online
- Oder ein halber Tag an der Hochschule – mit den Demonstratoren
Termin anfragen oder direkt bei Ihrer Ansprechperson
Förderprogramm
Interreg A – Großregion
Interreg A – Großregion (Grande Région / Großregion) ist ein grenzüberschreitendes Kooperationsprogramm der Europäischen Union, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird. Es zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den vier Mitgliedsländern der Großregion – Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg – zu stärken und Lösungen für gemeinsame Herausforderungen auf regionaler und lokaler Ebene zu fördern.
Im aktuellen Förderzeitraum (2021–2027) werden fast 182 Millionen Euro für die Unterstützung von drei Arten von Projekten bereitgestellt: klassische Projekte, Kleinprojekte und funktionale Raumprojekte. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören:
- Grüne Wende – Förderung ökologischer Infrastruktur und erneuerbarer Energien
- Sozialer Zusammenhalt und Inklusion – besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsmärkten
- Territoriale Nähe – Konnektivität und kultureller Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern